Laufen   ---   Laufen   ---   13. Oktober 2002   ---   

4 Stunden 14 Minuten und 11 Sekunden

Marathon von A - Z:
Aufgeschrieben:
am 17
. und 18. Oktober 2002.
Anfang:
Erich und ich haben uns irgendwo in der Mitte eingereiht, der Start war überhaupt nicht zu sehen. Irgendwann stiegen Luftballons auf und wir konnten ahnen, wo es losgeht. Etwa fünf Minuten später kamen wir dann in Bewegung und nach gut sieben Minuten überquerten wir die Ziellinie. Also sind wir eigentlich mehr als 42195 Meter gelaufen (was solls).
Dank an (!):
Angelika (für die Motivationsarbeit durch mein Marathon-Buch)! Andi (für seine Geduld wegen meiner wenigen Zeit)! Mike (für seine Tipps)! Franz (für diverses Mitlaufen)! Andi!!!, Angelika und Roswitha (für das supertolle Anfeuern auf der ganzen Strecke, es gab mir immer einen Schub.)! Elke (für das überraschende Auftauchen kurz vor dem Ziel)! An alle, die mir Glück gewünscht und mir gratuliert haben.

Bilder (I): 1: Finisher-T-Shirt (und neues Motto), 2: meine Startnummer, 3: Fans (Roswitha und Andi)

1310-Finisher-Shirt.jpg (51887 Byte) 1310-Startnummer.jpg (270717 Byte) 1310-Fans.jpg (54225 Byte)

Einen ganz besonderen Dank an Erich: Es war schön mit dir durch München zu laufen!!!
Einteilung:
Kurz vor dem Start haben Erich und ich beschlossen, zusammen zu laufen. Als Kilometerzeit habe ich so 5.55 bis 6.00 pro Kilometer vorgeschlagen. Bis Kilometer 30 (und eigentlich letztlich fast bis zum Ende) hat das ganz wunderbar geklappt. Unsere (ungefähren) Zwischenzeiten: 10 km: 59.00, 20: 1.57.30 (58.30), 30: 2.57.00 (59.30), 40: 4.00.00 (63.00)
.
Gehen:
So ab Kilometer 20 sieht man die ersten Geher, ab 30 werden es immer mehr (Gedanken: "Mir geht es noch gut, ich hab gut trainiert"). Ich lauf durch ...
Grimmi:
Ich habe es ja immer schon gesagt: Rainer, du läufst unter vier Stunden - 3.48 - Klasse!
"Hammer":
Das ist der Ausdruck für das, was einen irgendwann ab Kilometer 30 befällt. Schwere Beine, Krampfgefühl, "nichts geht mehr". So ab 32 - 35 Kilometer war es schon verdammt hart, der "Hammer" hat mich aber nur gestreift und ich bin ohne Gehpause durch.
Heimseite, elektronische: 
Es hat sich rentiert, mich hier zu outen. Und es hat mir immer Spaß gemacht, meine Zeiten - und seltener mein Gefühl - hier einzutragen. Besonders rentiert hat es sich wegen Erich. Er war wohl mein treuester Leser und wurde dadurch animiert mitzulaufen. Sollte ich jedoch jemals wieder laufen werde ich dies hier nichts mehr schreiben. Der erste (letzte?) Marathon ist einmalig!
Irmi:
Der Marathon in München war aus meiner Sicht perfekt organisiert. Einzig und allein die Ausgabe der Urkunden war besch(eiden). Für uns ermattete Läufer stand sich Irmi an und zwar knapp eine Stunde. Danke, Irmi!
Jens:
Zwei Wochen zuvor Finisher beim Berlin-Marathon
(Gratulation), dann die Anfeuerung für 9000 Läufer in München (mir hat es gutgetan). (Jens, wir haben uns die Füße ganz ordentlich vertreten.)
Kreislauf:
Was mich doch erstaunt hat ... Schon während des Laufs immer wieder Ambulanzwägen zu Läufern, die zusammenkrachten. Und auch oben beim Olympiastadion immer wieder Leute, die einfach umfielen ...
Marathontor:
Fast geschafft und wie Frank Sh
orter 1972 durch das Marathontor. Musik, Lichter, Nebelschwaden, Wahnsinn und dann in das ...
... Olympiastadion:
Auf der neuen Tartanbahn wie auf Sprungfedern, jetzt g
ing
alles ganz leicht!
Platz:
4790. (Gleich am Anfang der Gestaltung der Laufen-Seite habe ich darauf hingewiesen, daß mein Name in der Finisher Liste "irgendwo auf Platz 4500 oder so" auftauchen würde. Damals habe ich mit 6 - 7.000
Teilnehmern gerechnet. Schließlich waren es über 9.000. Also gar nicht schlecht.)

Bilder (II): Streckenverlauf: Vom Olympiapark über Schwabing (1: km 7, Leopoldstraße), dann Innenstadt, Haidhausen, Berg am Laim und Steinhausen nach Denning und Bogenhausen, (2: Vollmannstraße). Über Oberföhring ging es in Richtung Lehel und dann den Englischen Garten erst rauf und anschließend wieder runter zurück nach Schwabing (3: km 36, Biedersteiner Straße, mit einem Lächeln für die Fotografin) und weiter zum Olympiastadion.

1310-km6.jpg (77713 Byte) 1310-km22.jpg (79333 Byte) 1310-km36.jpg (60965 Byte)

Roswitha: Das Fieber hat dich gepackt ... Ich schau dir zu im nächsten Jahr ...
Stimmung:
Das Anfeuern der Zuschauer wirkt unheimlich auf einen. Die meinen mich, genau mich ... und mich ... und mich ...
Temperatur:
Kalt, zum Teil verdammt kalt! Aber: kein Regen.
Umfang:
Zusammengerechnet bin ich vor dem Marathon 137 mal gelaufen, war dabei etwa 140 Stunden unterwegs und habe ungefähr die Strecke zwischen München und Madrid (Luftlinie) zurückgelegt, nämlich etwa 1.350 Kilometer.
Uhr:
Immer wieder Kontrolle der Zeit, "passt, Erich, zuletzt 5.50" oder so. Dann die Erschöpfung, ständiger Blick auf die Uhr, nur eine halbe Minute vergangen, das kann doch nicht wahr sein, "dann bin ich ja nicht mal 100 Meter gelaufen!".
Vorbereitung:
Es hat sich auf jeden Fall rentiert, nach einem Plan zu laufen. Ich glaube, ich war zum gewünschten Termin topfit.
Vom Winter bis zum Herbst: I
ch habe in diesem Jahr die Natur hautnah erlebt - vielleicht wie nie zuvor. Am Anfang in Eis und Schnee mit Handschuhen und Stirnband. Später dann das erste Grün, die erste Aussaat, das Wachsen der Felder. Das Laufen im Hochsommer möglichst nah an den Maisfeldern, damit wenigstens etwas Schatten abfällt. Jetzt oft spätabends, am Wochenende recht früh. Rennen in Wolkenbrüchen und Regenbächen. Die ersten Felder werden abgeerntet, Matsch auf allen Feldwegen. Die Tage werden kürzer, ich muß schon früher mit der Arbeit aufhören um noch laufen zu können. Handschuhe sind wieder angesagt.

Bilder (III): 1: Fans (Roswitha und Andi), 2: Dehnen macht Spaß, 3: der Beweis, 4: zwei "Sieger" (alle Bilder von Angelika, die selbst einmal fotografiert wurde - aber leider nur unscharf)

1310-Dehnen.jpg (77708 Byte) 1310-Urkunde.jpg (296674 Byte) 1310-Sieger.jpg (56372 Byte)

Weiter?: Noch mal? Einen Marathon? Nein! (Und: Man soll nie "nie" sagen!)
Zeit:
Ich bin mit meiner (unserer) Endzeit von 4.14.11 ganz zufrieden. Dies entspricht einer Kilometerzeit von 6 Minuten (und einer Sekunde). Durchkommen war das Motto (und meine innere Mindestzeit von 4.30 auch).
Ziel:
Herrlich. Umarmung. Riesig. Gschaffd.
Das nimmt uns keiner mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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