"Forensische Psychiatrie"  ---   Forensik   ---    "Männer"
Warum diese Seite?
Im BKH Taufkirchen (Vils) existiert seit Mitte 1998 eine "Forensische Abteilung". Ich habe dabei den "Projektplan" zur Eröffnung (Fortbildungsplanung, Zeitplanung, begeleitende Maßnahmen, ...) entwickelt, war fünf Jahr "pflegerische Abteilungsleitung" und bin jetzt noch   "Sicherheitsbeauftragter".
Dieser Abteilung bin ich sehr verbunden und möchte deshalb hier auf dieser kleinen Seite für einige Informationen zum Thema "Forensik" sorgen (14.04.03):

Nachträge: vom 11.07.03:, vom 16.08.06:

Gefährlichkeit / Entweichungen:
Bei allen Diskussionen zum Thema steht immer die Gefahr im Vordergrund, die von in der Forensik "Untergebrachten" ausgeht. Spektakuläre Geschehnisse (Fall "Schmökel") boten dazu ja auch genügend Anlass.
Von den in Taufkirchen untergebrachten Frauen gab es bei allen Entweichungen und Lockerungsmißbräuchen in den bisherigen knapp fünf Jahren nur einige wenige Delikte, die sich zudem ausschließlich auf den Bereich Eigentum (z. B. Diebstahl einer Lederjacke) beschränkten. Gefahr ging bisher in keinem einzigen Fall aus.
Zudem sind die Zahlen entwichener Patientinnen bayernweit, aber auch in Taufkirchen, deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2002 kam es insgesamt zu drei Fällen. Von diesen drei Patientinnen wurden außerdem zwei von Mitarbeitern des Bezirkskrankenhauses innerhalb einer Stunde wieder "eingefangen". Lediglich eine Patientin schaffte es 2002 demnach durch "Flucht" in "Freiheit" (wurde nach etwa 10 Tagen von der Polizei in der Münchner Hauptbahnhofgegend ermittelt und wieder zurückgebracht).

Links zum "Maßregelvollzug":
www.bkh-taufkirchen.de Homepage des Bezirkskrankenhauses. Unter "Forensik" steht, was Forensik ist und was es in Taufkirchen gibt. Geplant ist auch ein Diskussionsforum zum Thema "Männerforensik"
www.forensik.de Seite von Günter Seidenberg mit Grundinformationen, Literatur, (leider noch zu wenig) Links zu Maßregelvollzugseinrichtungen, ...
www.google.de "Maßregelvollzug" eingeben und los gehts ...
hier ... ... gibt es einen Psychotest für Kriminalisten und Forensiker

Öffentlichkeitsarbeit im BKH Taufkirchen (Vils):
Das Bezirkskrankenhaus hat aus meiner Sicht in vorbildlicher Weise von den "Gedankenspielen" zur "Männerforensik" berichtet. Entsprechende Meldungen mit dem jeweils aktuellsten Stand wurden auch (seit Januar 2003) in der "Erdinger SZ" und dem "Dorfener (bzw. Erdinger) Anzeiger" veröffentlicht. Am 12. April 2003 fand ein "Informationstag Forensik" statt, bei dem neben einem "offenen Therapiebereich" (mit Informationsmöglichkeiten zu allen Therapiearten) Möglichkeiten zum Gespräch mit Patientinnen und Bürgern bestand, Informationsvorträge zu den Bereichen "Frauenforensik", "Gefährlichkeit psychisch Kranker" und "Sicherheit in der Forensik" rundeten den Informationstag ab. Dazu veranstaltete die Gemeinde Taufkirchen am 15. April 2003 eine Bürgerversammlung, bei der im vollbesetzten Bürgersaal alle Neuigkeiten zum Thema von Seiten des Bezirks und des BKH`s vorgetragen wurden.

Literatur:
Es gibt zahlreiche Literatur zum Maßregelvollzug. Diese ist aber vor allem für Fachleute gedacht. Eine gute Broschüre (32 Seiten) zum Thema mit dem Titel "Was tun mit den Tätern?" kann man unter http://www.mfjfg.nrw.de/gesundheit/massregel/ bestellen (oder auch downloaden).

Ein (Nach-) trag vom 11.07.03:

Im April 2003 hat der Taufkirchener Gemeiderat unter Auflagen (keine Sexualstraftäter, Beschränkung auf 30 Betten) für eine Männerforensik gestimmt (wenn auch knapp). Im Juni gründete sich dann eine Initiative, die Unterschriften gegen die Männerforensik sammelt.
Wer sehen möchte, wie Stimmung gemacht wird, ohne Argumente zu liefern, kann sich unter www.forum-taufkirchen.de "informieren". Dann aber schnell auf "zurück" klicken!

Nachtrag vom 16.08.06:

Auch wenn scheinbar das Thema "Männer" nicht mehr aktuell ist im Rahmen der Erweiterung der Forensik in Taufkirchen (Vils) sei hier aus der heutigen SZ zitiert:
Die "Zahl der Sexualmorde an Kindern nimmt ab: In den siebziger Jahren wurden in Deutschland noch acht bis zehn Sexualmorde an Kindern pro Jahr begangen, heute sind es jährlich zwei bis vier. Zum Vergleich: Mehr als hundert Kinder pro Jahr werden von ihren Eltern erschlagen."


Navigation bei Günter ("Überseiten" = links und fett):
> "Wie es so geht" (so `ne Art Tagebuch) > 2. Halbjahr 2003 (aktuell) > 1/2002 > 2/2002> 1/2003
> Aquarium > Fische > Pflanzen > Technik
      > Handball > Herren 1999 - 2002 > D-Jugend 2002/2003, 2003/2004
> Einmal einen Marathon ... > März - Juni > Abkürzungen > Juli - August > September > Tag X
> Pflege > Artikel > Forensik