Gedanken und mehr   ---    (2. Halbjahr 2002)
Gelesen (22.12.02): "Hier wird dafür plädiert, dass jeder die Freiheit haben sollte, fröhlich zu essen, fröhlich zu trinken, seinen Cholesterinspiegel zu verhängen und seinen Darm ungespiegelt zu lassen - und dies frei von zeittypischem sozialem Druck und mit reinem Gewissen."
So beginnt der Artikel "Vor der Sorge das vergnügen" von Wolf Schneider im SZ-Magazin Nr. 49 vom 6.12.02.
Wer "schlemmt, verrät alle vegetarischen Ideale, verdrängt das Leiden der Hungernden in der Sahelzone", die Völlerei ist allerdings die "legitime Rache an den Millionen Jahren des Mangels" unserer Ahnen.
Der Autor kommt insbesondere zu folgenden Erkenntnissen: Vorsorge und Früherkennung "vermehren nur die Zahl der Jahre, in denen wir wissen, wann wir woran sterben müssen". Und, "viel schlimmer: Arztgläubigkeit schlägt dem Gläubigen erschreckend oft zum Nachteil aus". "Wenn die Ärzte uns unserem ersten möglichen Tod entrissen haben - welcher späteren Todesart liefern sie uns damit aus?" schreibt Schneider. Zum Abschluss formuliert er seine eigene möglich Todesanzeige: "Unser Vater, Großvater, Lehrer und Freund ist ungespiegelten Darmes seinen Tod gestorben." Interessant!
02.11.02:

w-brandt.jpg (219377 Byte)

Zum Andenken an einen Denker mit Moral: Willy Brandt, gestorben vor zehn Jahren (1992), hier portraitiert von Andy Warhol.

27.09.02: Sie glauben nicht an Illusionen? Hier klicken!
Gelesen (04.07.02): "Erst nachdem ich den achten und letzten Teil der Serie über Kurt Wallander geschrieben hatte, wurde mir klar, welchen Untertitel ich die ganze Zeit gesucht, aber nicht gefunden hatte. Als alles, oder zumindest das meiste, geschrieben war, erkannte ich, daß der Untertitel 'Romane über die europäische Unruhe' lauten müßte."
So beginnt das Vorwort von Henning Mankells "Wallanders erster Fall". Ungewöhnlich ist es wohl, daß der erste Fall nach dem letzten kommt, doch ungewöhnlich sind auch die Mankells: Ungewöhnlich gut!
Ich habe gestern das neueste Buch begonnen und konnte einfach nicht aufhören. Schon nach ein paar Seiten ist mir Kurt Wallander wieder sehr vertraut. Als würde ich ihn seit Ewigkeiten kennen. Bereits jetzt weiß ich, daß ich nach Ende des Buches wieder in ein Loch falle: Leere! Was soll ich jetzt noch lesen?
Ein Trost sind die letzten Worte aus dem Vorwort:
"Und als sie (Kurts Tochter Linda, Anm. G. B.) ihre Ausbildung abgeschlossen hat, kehrt sie nach Ystad zurück und wird die Kollegin ihres Vaters.
Eine Erzählung ist zu Ende gegangen. Eine andere wird bald beginnen ..."
Eines weiß ich aber auch schon. Ich darf erst anfangen wenn die Angelika mit dem Buch fertig ist. Aber es sind sicher wieder nur zwei, drei Tage.

Henning Mankell (2002). Wallanders erster Fall. Wien: Paul Zsolnay Verlag.

02.07.02: Aus der SZ vom 29./30.06.02:

spinnen.jpg (10565 Byte)


> Gedanken und mehr (aktuell, 2. Halbjahr 03)   > 1. Halbjahr 02   > 2. Halbjahr 02   > 1. Halbjahr 03   > Hitlisten   > Fußballer sprechen   > Seitenanfang